Umstrittene Subventionspläne der Großen Koalition

„Der Koalitionsvertrag wird nicht mehr Menschen ins Eigenheim bringen“, ist sich Michael Neuman, Vorstand beim Baufinanzierer Dr. Klein Privatkunden AG sicher. Maßnahmen wie das Baukindergeld oder die KfW-Bürgschaft sollen potenzielle Eigenheimbesitzer unterstützen und kommen einer breiten Zielgruppe zugute. Das sei aus seiner Sicht zunächst positiv, weil sich mehr Menschen für den Kauf oder Bau eines Eigenheims interessierten. Die Subventionen sorgten zwar für mehr Nachfrage, allerdings nicht für eine relevante Angebotssteigerung von verfügbaren Wohnraum. Dies beträfe insbesondere auch den sozialen Wohnungsbau. Für Neumann sind die Schaffung einer Grundsteuer C und die „Wohnraumoffensive“ nur ein Tropfen auf dem heißen Stein. Mit den veranschlagten zwei Milliarden Euro ließen sich lediglich einige tausend Wohnungen bauen, obwohl in Deutschland insgesamt rund eine Millionen Einheiten fehlen. Die im Koalitionsvertrag aufgeführten Maßnahmen seien nur auf den ersten Blick positiv. „Das Ziel, für mehr Angebot an ohnehin mangelndem Wohnraum zu sorgen und so die Wurzel des Unheils zupacken, bleibt hingegen auf der Strecke“, so Neumann.

Quelle: immocompact.de

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13.02.2018