Weiterbildung in der Baubranche gefragt

„Ausbildung als Zukunft der Bauwirtschaft“: Eine gemeinsame Studie von SOKA-Bau und dem F.A.Z.-Fachverlag hat Zahlen zu Erwartungen und Plänen von Arbeitnehmern am Bau erhoben. Demnach ist die Weiterbildung ein mittelfristiges Ziel vieler Arbeitnehmer. Dabei wird vor allem der Meister als Qualifizierung angestrebt: Rund zwei Drittel, sowohl der Azubis als auch der beschäftigten Bauprofis, möchten ihre zukünftige Karriere mit diesem Titel vorantreiben.

Auch eine Weiterbildung zum Polier ist attraktiv: Viele Auszubildende (46 Prozent) und gewerblich Beschäftigte (41 Prozent) möchten später einmal eine Leitungsposition auf der Baustelle innehaben und wären bereit, die dafür nötige Fortbildung zu durchlaufen. Für ein Hochschulstudium würde rund ein Drittel der Azubis noch einmal aus der Praxis an die Universität wechseln – das gilt auch für 18 Prozent der Bauprofis.

Diese Ergebnisse decken sich mit den Angaben des Statistischen Bundesamtes: Die Teilnehmerzahlen an Meisterprüfungen in klassischen Bauberufen wie beispielsweise Maurer, Betonbauer, Stuckateur und Straßenbauer bleiben seit Jahren auf gleichmäßig hohem Niveau. Allein im Jahr 2015 bestanden mehr als 900 Teilnehmer die Meisterprüfung in diesen vier Bereichen. Gleiches gilt für die Aufstiegsfortbildungen. Nach Angaben des Zentralverbandes Deutsches Baugewerbe wurden 2017 bereits 1.200 Vorarbeiterprüfungen und 800 Werkpolierprüfungen abgelegt – das sind etwa sechs beziehungsweise vier Prozent mehr als im Vorjahr.

Die Studie hat auch die Prioritäten der Azubis abgefragt: Dabei rangiert die Weiterbildung zwar auf Platz vier hinter einem sicheren Arbeitsplatz, gutem Gehalt und Aufstiegschancen im Unternehmen. Gleichzeitig war den Befragten jedoch auch klar, dass gerade eine Weiterbildung die anderen Faktoren positiv beeinflussen kann. Mit den Ergebnissen der Studie möchten die Herausgeber Strategien aufzeigen, um Fachkräfte nachhaltig für die Bauwirtschaft zu gewinnen.

23.11.2017
Bild: Unipor, München.
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