Eigenheimbau schafft Mietwohnraum

Wie eine aktuelle Studie im Auftrag der Landesbausparkassen (LBS) nun belegt, entlastet der Bau von Eigenheimen auch den Mietwohnungsmarkt. Am Beispiel Nordrhein-Westfalens hatte das Forschungsinstitut Empirica untersucht, welche zuvor vermieteten Wohnungen durch den Umzug in ein neugebautes Eigenheim frei wurden. Das Ergebnis: Aufgrund des sogenannten „Sickereffekts“ profitieren letztlich auch einkommensschwächere Mieter vom Wohneigentum anderer.

Von jedem neu erbauten Eigenheim profitieren mehr als drei Haushalte. So besagt es die aktuelle LBS-Studie „Eigenheimbau schafft Mietwohnungsraum“. Grund dafür sind sogenannte „Umzugsketten“ oder auch „Sickereffekte“: Wo immer ein neues Heim bezogen wird, ist die zuvor bewohnte Herberge wieder zu haben. Daraus ergibt sich eine Art Kettenreaktion der Nachrücker auf dem Mietwohnungsmarkt.  Dies mache den Eigenheimbau indirekt auch zuträglich für die Wohnsituation sozial schwächerer Einkommensschichten. Jedoch ist insbesondere in Ballungsräumen das Angebot an solchen Eigenheimen knapp und die Preise entsprechend hoch. Daher dürfe neben dem sozialen Wohnungsbau auch die Förderung von Wohneigentum nicht vernachlässigt werden.

Die LBS schlägt mögliche Anreize vor, um den Eigenheimbau attraktiver zu gestalten. Hierzu gehöre eine Anpassung der seit 20 Jahren unveränderten Einkommensgrenze bei der Wohnungsbauprämie ebenso wie eine insgesamt verlässlich gestaltete Eigentumsförderung.

14.07.2016
Bildquelle: empirica, LBS West.
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