Maßnahmenbündel zur Wohnraumoffensive

Schnellerer Wohnungsbau: Um die Errichtung bezahlbarer Wohnungen zu erleichtern, hat die Bauministerkonferenz jetzt ein neues Maßnahmenpaket auf den Weg gebracht. Es berücksichtigt verschiedene Faktoren und definiert Handlungsschritte. Damit knüpfen die Fachminister an den Wohngipfel im September 2018 an.

Mehr Einheitlichkeit für steigende Wohnungsbauzahlen: Die Bauministerkonferenz verabschiedete ein neues Maßnahmenbündel, welches eine weitere Harmonisierung der Landesbauordnungen sowie Typengenehmigungen von Wohngebäuden in der Musterbauordnung anstrebt. Um Kosten zu senken, sollen Normen auf das erforderliche Mindestmaß reduziert werden. Grundsätzlich gebe es jedoch keine Patentlösung für schnellen Wohnungsbau, so die Fachminister nach der Konferenz. Eine weitere Rolle zur Förderung des Wohnungsbaus nimmt die Digitalisierung ein. Sie könne beispielsweise in der Planung und Bauaufsicht eingesetzt werden. Digitale Anträge seien hier eine potentielle Anwendung.

Verlassene Altbauten und städtische Altflächen bieten zudem Potential für den Neubau von Wohnungen. Dabei müsse sich für Investoren die Nutzung leerstehender Gebäude und Grundstücke künftig mehr lohnen, so Hans-Joachim Grote, Vorsitzender der Bauministerkonferenz und Ressortchef in Schleswig-Holstein. Auch der mehrgeschossige Wohnungsbau im direkten Umland von Ballungszentren stellt laut Grote eine gute Möglichkeit dar, neuen Wohnraum zu schaffen. Um dem Engpass hier entgegenzuwirken, plant die Koalition jährlich 375.000 Wohnungsneubauten.

Auch der Bund selbst will vermehrt bauen: Eigene Grundstücke stünden dazu der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) zur Verfügung, erläutert Staatssekretär Gunther Adler. Hier werden etwa Gebäude für Bundespolizisten und Zollbeamte entstehen. Wie die konkrete Umsetzung des Maßnahmenbündels gestaltet wird, beraten die Minister in einer Sonderkonferenz am 22. Februar 2019 in Berlin.

18.12.2018
Bildquelle: Unipor / München.
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