Wie wohnen die Deutschen im Jahr 2035?

„Digitales Wohnen“, „Smartes Quartier“ und „“Kleinere Wohnformen“ – dies sind drei von acht Entwicklungen, die laut aktueller Studie „Wohntrends 2035“ künftig zunehmend wichtig werden. Im Rahmen einer Studie befragte der Bundesverband Deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen (GdW) dazu rund 3.000 Bundesbürger. Die Ergebnisse zeigen potentielle Handlungsfelder für die Wohnungswirtschaft auf.

Perspektivisch sind besonders digitale Konzepte im Wohnungsmarkt gefragt. Beispielsweise erwarten Verbraucher in einem „smarten Quartier“ lebendige, digitale Nachbarschaften, die über ein effizientes Energiekonzept und Elektromobilität verfügen sowie sich den Lebensphasen anpassen. Auch bei den Wohntrends „Mehr Service Online“, „Wohnungsvermietung 4.0“ sowie „Multifunktionalität und digitale Schnittstellen“ spielt digitale Vernetzung in der Wohnungswirtschaft eine zentrale Rolle.

Der Trend „Kleinere Wohnformen“ zeigt die Bedürfnisse vieler Single-Haushalte und Pendler auf – aber auch eines nach günstigen Wohnungen und optimierten Grundrissen. „Co-Housing“ meint, dass für Mieter flexible Nutzungskonzepte und Gemeinschaftsleben in den Fokus rücken. Auch sind laut GdW Zusatzausstattungen und Barrierefreiheit zunehmend gefragt, wie die Ergebnisse mit dem Trend „Grundriss und Ausstattung“ zusammenfassen. Neben den acht Trends zeichnen sich in der Auswertung auch zwei Verbrauchergruppen ab: Einkommensschwache Personen legen Wert auf kleine, barrierearme und einfach ausgestatte Wohnungen. Dem gegenüber äußert eine zweite Gruppe Wünsche nach Mobilität, guter Qualität, technischen Ausstattungen sowie Service- und Dienstleistungsangeboten.

Zuletzt hatte sich der GdW vor fünf Jahren mit der Entwicklung von Wohnkonzepten auseinandergesetzt. Für die neue wurde das erprobte „Wohnmatrix-Modell“ genutzt. Im Modell verankert sind traditionelle Angaben zu Alter und Haushaltstyp sowie Fragen zu Freizeitverhalten oder Wertorientierung.

18.12.2018
Bild: UNIPOR, München.
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