Wohngesundheit im Fokus

Rund 80 Prozent der Deutschen legen Wert auf wohngesunde und umweltverträgliche Baustoffe – besonders wenn es um Arbeiten am eigenen Zuhause geht. Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Studie „Wohngesundes Deutschland“. Sie zeigt auch: Die Unterscheidung zwischen wohngesund und ökologisch fällt vielen Verbrauchern schwer.

Die Studie „Wohngesundes Deutschland“ nimmt Einstellungen der Verbraucher unter die Lupe. So wurden rund 1.200 Wohneigentümer sowie 80 Experten vom Meinungsforschungsinstitut Innofact (Düsseldorf) zu ihren Kenntnissen in Sachen Wohngesundheit und ihrem Kaufverhalten von Baumaterialien befragt. Die Auswertung macht deutlich, dass Unterschiede zwischen Ökologie und Wohngesundheit häufig nicht klar sind. Obwohl Wohngesundheit für die Mehrheit der Befragten beim Bau oder der Renovierung eine entscheidende Rolle spielt, verwechseln viele Befragte dies mit Kriterien für ökologische Baustoffe.  

Laut Studien-Ergebnissen ziehen 63 Prozent der Befragten bei der Wahl von Baumaterialien Gütesiegel als Orientierungshilfe heran – für Eigenheim-Besitzer sind diese Auszeichnungen oft sogar die einzige Hilfestellung. Nicht klar ist Verbrauchern aber, dass viele Siegel keine Aussage zur Wohngesundheit eines Baustoffes beinhalten. Vielmehr setzen Hersteller diese ein, um auf eine umweltfreundliche Produktion oder ausgewählte Rohstoffe hinzuweisen.

Sollen Verbraucher und Experten mögliche Bauweisen in Sachen Wohngesundheit einschätzen, gehen die Meinungen auseinander: Während erstere alle Bauweisen als relativ unkritisch einstufen, bezeichnet rund ein Viertel der Experten Holzbau als bedenklich. Problematisch werden chemische Behandlungen sowie das Schimmelrisiko gesehen. Einigkeit herrscht aber darüber, dass Wohngesundheit zunehmend an Bedeutung gewinnt.

 

18.12.2018
Bild: UNIPOR, München.
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