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So wohnte Deutschland 2020

Im vergangenen Jahr haben die Deutschen überdurchschnittlich viel Zeit Zuhause verbracht – sei es wegen Home-Office oder weil der Urlaub außer Landes Corona-bedingt nicht möglich war. Dies führte laut der Studie „Wohnen in Deutschland“ zu einem verstärkten Wunsch nach den eigenen vier Wänden. Da die Preise in den Metropolen und Speckgürteln weiter massiv anziehen, interessieren sich Bauwillige auch zunehmend für ländliche Regionen – auch wenn sie hier größere Pendelstrecken in Kauf nehmen müssen.

„Wie wohnt die deutsche Bevölkerung?“ Dieser Frage ist der Verband der Sparda-Banken auch Ende 2020 wieder auf den Grund gegangen. Dabei stellten die Forscher fest, dass immer mehr Menschen Interesse am Kauf von Wohneigentum entwickeln. So gaben insgesamt 31 Prozent der Befragten an, künftig eine Immobilie erwerben zu wollen – davon elf Prozent in den nächsten zwei bis drei Jahren. Die Beweggründe hierfür sind vielfältig: So gelten Wohnimmobilien etwa nach wie vor als sichere Kapitalanlage. Aber auch die Niedrigzinsphase ist laut Studie ein Anreiz für den Erwerb von Wohneigentum. Demensprechend zeigte sich der Immobilienmarkt von der Corona-Pandemie unbeeindruckt. Stattdessen stieg die Nachfrage nach Einfamilienhäusern im Frühjahr sogar an.

Gleichzeitig stiegen die Kaufpreise für Immobilien in Metropolen erheblich. Verglichen zu 2008 lagen sie rund 74 Prozent höher. Dabei ähnelte die Preisentwicklung im Speckgürtel in den letzten fünf Jahren der von Großstädten. Wer also künftig ein Eigenheim bauen oder kaufen möchte, wird daher eher auf dem Land fündig. Neben günstigeren Preisen, profitieren künftige Bauherren hier auch vom Platzangebot: So liegt die mittlere Wohnfläche mit 120 Quadratmetern weitaus höher als in Metropolen, wo der Durchschnitt bei 86 Quadratmetern liegt.