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Neue Wohnraumoffensive gefordert

Eine neue „politische Architektur“ fordern Verbände der Immobilien- und Bauwirtschaft, die sich unter der Aktion „Impulse für den Wohnungsbau“ zusammengeschlossen haben. In einem Positionspapier fordern sie acht Maßnahmen im Rahmen einer neuen Wohnraumoffensive – darunter etwa die Stärkung des sozialen Wohnungsbaus sowie Ressourceneffizienz und Technologieoffenheit im Bauwesen. 

Einen „unfairen Griff in die Trickkiste der Statistik“: So nannte IG Bau Bundesvorsitzender Robert Feiger die Ergebnisse, die die Bundesregierung zu ihrer Wohnraumoffensive präsentierte. Diese gab bekannt, das Ziel von 1,5 Millionen neu gebauter Wohnungen erreicht zu haben. Hinzugerechnet wurden allerdings auch Baugenehmigungen – also noch nicht fertiggestellte Vorhaben. Deswegen fordert eine Reihe von Immobilien- und Bauverbänden in der Aktion „Impulse für den Wohnungsbau“ eine zweite, nachhaltigere und sozialere Wohnraumoffensive.

Indes werden auch die Stimmen für ein eigenständiges Bundesbauministerium lauter. So lasse sich die die soziale Frage des Wohnraummangels laut Roland Feiger nicht mit einem "Anhängsel-Ressort" lösen. Seit 2018 ist das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI) für das Themengebiet Wohnen verantwortlich. Auch der Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen (GdW) fordert einen Bundesbauminister. Demnach könne das Thema Bauen und Wohnen nicht „in Teilzeit“ vom Bundesinnenministerium betrieben werden. Diese Meinung vertrat GdW-Päsident Gedaschko auch noch einmal, als die Bilanz der Wohnraumoffensive vorgestellt wurde.