Mehr Nachwuchs im Bausektor

Investition in Nachwuchsförderung zeigt Wirkung: Im Laufe des vergangenen Jahres begannen 13.769 Lehrlinge eine Ausbildung auf dem Bau – das sind 8,3 Prozent mehr als 2017. Diese Zahlen veröffentlichte nun die SOKA-BAU (Wiesbaden) nach Auswertung aller 18 Bauberufe.

2018 waren insgesamt 5,3 Prozent mehr Menschen in einer Ausbildung im Handwerk oder der Industrie beschäftigt als im Vorjahr. Diese Entwicklung fasst die Baubranche positiv auf. Rund 39.000 Azubis auf dem Weg zum Facharbeiter oder Gesellen zählte die SOKA-BAU im letzten Jahr. Für den Zuwachs sorgte auch die gestiegene Zahl an Neuzugängen: Bei Lehrlingen im ersten Ausbildungsjahr wurde eine Steigerung von 8,3 Prozent erreicht. Dabei unterscheiden sich die Zahlen der alten und neuen Bundesländer stark. Während 11.391 Azubis in Westdeutschland eine Ausbildungsstelle annahmen, waren es in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen nur 2.378 Azubis.

Doch der Hauptgeschäftsführer des Zentralverbandes Deutsches Baugewerbe (ZDB), Felix Pakleppa, begrüßt die Auswertungsergebnisse. Sie belegten, dass die Bauwirtschaft als Arbeitgeber wieder attraktiver sei. Jedoch könne der hohe Bedarf an Facharbeitern in der Branche weiterhin nicht allein durch Nachwuchskräfte abgedeckt werden. Vielmehr sollte das Fachkräftezuwanderungsgesetz auch auf die Bauwirtschaft erweitert werden.

Eine Besonderheit am Bau ist die Ausbildungsumlage: Mit etwa 357 Millionen Euro wurden im vergangenen Jahr Lehrbetriebe und -zentren unterstützt. Laut Pakleppa belief sich die Gesamtinvestitionshöhe der Nachwuchsförderung 2018 sogar auf rund 700 Millionen Euro. Hierbei sind auch die Kosten der Ausbildungsbetriebe berücksichtigt, die Lehrlingen zugutekommen.

 

01.04.2019
(Bild: Unipor, München)
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