Bauunternehmer bevorzugen Mauerwerk

Im Wohnungsneubau ist Mauerwerk beliebt. So wurden 2017 überwiegend Gebäude aus hochwärmedämmendem Ziegel-, Poren- und Leichtbetonmauerwerk oder aus Kalksandstein errichtet. Das belegt eine aktuelle Erhebung des renommierten Pestel-Institutes (Hannover). Für die kleingliedrige Bauweise spricht auch das sehr gute Preis-Leistungs-Verhältnis, wobei die bundesweite Auswertung jedoch regionale Unterschiede in der Wahl der Bauweise aufzeigt.

Deutschlandweit lag der Marktanteil von Mauerwerksbauten 2017 bei rund 73 Prozent. Damit setzte der Großteil der Bauunternehmer beim Neubau von Wohnungen auf die kleingliedrige Massivbauweise. Laut Studie des Pestel-Institutes (Hannover) überwogen dabei Konstruktionen aus Mauerziegeln, gefolgt von Kalksandstein sowie Poren- und Leichtbeton. Einen Grund für diese positive Entwicklung liefert eine Erhebung der Arbeitsgemeinschaft für zeitgemäßes Bauen (ARGE Kiel): Im Vergleich zu anderen Bauweisen erwies sich Mauerwerk dabei als kostengünstigste Konstruktionsart. Zudem habe sich die Vergabe an Einzelgewerke – statt an Generalunternehmen – dank aktivem Wettbewerb kostensenkend ausgewirkt.

Im gewerblichen Mehrfamilienhausbau erfreut sich die Bauweise ebenfalls großer Beliebtheit: Hier konnte 2017 ein bundesweiter Zuwachs von 4,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr verzeichnet werden. Die Statistik des Pestel-Institutes zeigt aber auch, dass es im Vergleich der Bundesländer durchaus regionale Präferenzen gibt. So liegt das Saarland in Sachen Mauerwerksbau vorne: Dort wurden 2017 mehr als 90 Prozent der Mehrfamilienhäuser auf diese Weise errichtet. Aber auch bei Bauherren in den südlichen Bundesländern ist Mauerwerk beliebt – hier macht es rund 70 Prozent aller Neubauten aus. Somit schaffe der Neubau mit massivem Mauerwerk einen wichtigen Beitrag, um dem Mangel an bezahlbaren Wohnraum zu begegnen. Zusätzlich bedürfe es laut DGfM-Geschäftsführer Ronald Rast aber entschlackter Baugesetze sowie kostengünstigen Baulandes.

22.06.2019
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