Deutsche sind offen für Energiewende

Nicht nur klimaschonendes Bauen, auch nachhaltiges Wohnen liegt den Deutschen am Herzen. Beim Neubau ist die Kombination hochwärmedämmender Baustoffe und regenerativer Energiequellen bereits Gang und Gäbe. Doch wie das Energiewendebarometer der KfW-Bank nun belegte, suchen ebenso Besitzer von Bestandsbauten Alternativen zur Energieversorgung mit Öl und Gas. Die Mehrheit der Deutschen ist demnach zu einer Veränderung in der Versorgung bereit.

Für einen klimaschonenden Neubausektor sorgen gesetzliche Regelungen wie beispielsweise die Energieeinsparverordnung (EnEV). Nach wie vor sind aber rund 26 Millionen Bestandsgebäude und Wohnungen hierzulande nicht saniert. Sie liegen in Sachen Energieeffizienz damit gegenüber modernen Neubauten zurück. Einen deutlichen Veränderungswillen beim Energieverbrauch hat die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) nun aber in einer aktuellen Umfrage festgestellt. Demnach sind rund 80 Prozent der Haushalte bereit, ihre Energieversorgung umzustellen. Auf erneuerbare Energien umsteigen oder diese gar selbst erzeugen möchten laut dem sogenannten Energiewendebarometer 60 Prozent. Die Zahlen stützen sich auf die repräsentative Befragung von deutschlandweit 4.000 Haushalten.

Als sogenannte „Energiewender“ gelten laut der KfW-Umfrage besonders Wohneigentümer und Haushalte in ländlichen Regionen. In Städten und bei Mietern besteht dagegen noch großes Potential für den Einsatz von Energiewende-Technologien. Die bundesweite Sanierungsrate verbleibt jedoch seit mehreren Jahren konstant bei rund einem Prozent. Der verstärkten Umsetzung von Sanierungsmaßnahmen – und somit einem Anstieg der Rate – stehen meist damit verbundene finanzielle Aufwendungen im Wege. So könnte den Herausgebern des KfW-Energiewendebarometers zufolge der Sanierungseifer von Immobilienbesitzern steigen, wenn finanzielle und zeitliche Belastungen minimiert sowie Risiken von Dienstleistern übernommen würden.

24.10.2019
(Bild: UNIPOR, München).
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