Corona-Krise: Nur ein „blaues Auge“ für die Bauwirtschaft?

Glück im Unglück: Trotz der Pandemie-Einschränkungen laufen Deutschlands Baustellen größtenteils weiter. Arbeitskräfte aus dem Ausland dürfen einreisen und auch aus den zuständigen Ministerien heißt es, es gäbe keinen Grund, laufende Baumaßnahmen einzustellen. Was sich jedoch bemerkbar macht, sind Schwierigkeiten bei internationalen Lieferketten. Da ist es von Vorteil, wenn sowohl Rohstoffabbau als auch Produktion regional erfolgen.

Neben den gesundheitlichen und sozialen Auswirkungen auf die Gesellschaft leidet auch die Volkswirtschaft unter der Corona-Pandemie. So korrigierte etwa die deutsche Bauindustrie ihre deutliche Wachstumsprognose für 2020 und geht derzeit davon aus, lediglich das nominale Umsatzniveau des Vorjahres halten zu können. Tatsächlich sollte hier jedoch Erwähnung finden, dass es der Bauwirtschaft damit noch vergleichsweise gut ergeht. Denn ein Großteil aller Baustellen konnte planmäßig begonnen werden – wenn auch unter Einhaltung besonderer Sicherheits- und Hygienemaßnahmen.

Auch die deutsche Baustoff-Produktion trotzt der Krise weiterhin, obgleich mit Unterschieden: So profitieren vor allem mittelständische Mauerwerks-Hersteller davon, dass sie bereits zuvor auf Regionalität gesetzt haben – und somit unabhängig sind von internationalen Warenströmen. „Unsere benötigten Rohstoffe kommen aus der Region, sodass hier keine Lieferengpässe zu befürchten sind“, erklärt etwa Unipor-Geschäftsführer Dr. Thomas Fehlhaber.

12.05.2020
Bildquelle: Unipor / München.
Zurück zu: Newsletter